« Wilhelmshall provoziert »




19.12.2017 - Abschied vom Verwaltungshaus.

Wie lange braucht man um etwas zu erschaffen und wie lange um kaputt zu machen? Diese Frage ist rhetorisch, denn jeder kennt die Antwort... Wilhelmshall verabschiedet sich diese Woche von dem bautechnisch, kunstvoll errichteten Verwaltungshaus aus der Bergwerkszeit um 1890. Dieses Jugendstil-Gebäude war einer der letzten Zeugnisse des wilhelminischen Bauart vor Ort.
Es erwies sich offenbar als nicht erhaltungswürdig und wird jetzt abgerissen, damit wohl keine Verkehrssicherung geleistet werden muss... Die Eigentümerin, Gemeinde Huy, hat eben weder Geld noch Fantasie um so was am Leben zu erhalten. Ade Du Baukunstwerk :(



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18.11.2017 - Marsianer in Huy oder Schlachtfest am Waldrand

Auch dieses Jahr fand die große Jagdstrecke und Wildfleichverteilung statt. Diesmal aber direkt am Rand von Wilhelmshall. Grüne Männchen mit Signalfarbenkennzeichnung feiern an der Blechbude ihre Abschussquote.




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07.11.2017 - Absenkung des Niveaus oder wie viel passt noch rein?

Schacht I "Elisabeth" hat in den letzten 2 Jahren 12m in der Verwahrung nachgegeben. Um den Level auszugleichen wurden jetzt 350 Tonnen (ca. 235 cbm) Gleisschotter nachgekippt.



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26.10.2017 - Kanalisationsout oder warum wurde die Aufrichtigkeit mit abgespült?


Abwasserzweckverband informiert die Grundstückseigentümer in Wilhelmshall über Abstellung der Abwasserentsorgung. Der Verband beruft sich auf ein Schreiben des Landkreises Harz vom Jahr 2007, in dem die zukünftige dezentrale Entsorgung in Wilhelmshall ausgewiesen wurde. Es heißt mit anderen Worten, dass die vorhandene lokale Kläranlage schon vor 10 Jahren aufgegeben wurde... Alle wussten es, inklusive Gemeinde Huy. Schade bloß, dass die Gemeindeverwaltung beim Verkaufsangebot für die Saniwache im Jahr 2010 weder diese Tatsache noch das Faktum der enormen Verschuldung offenbart hat... Absicht oder Begrenztheit?



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13.10.2017 - Xavier gegen Gemeinde oder wenn sich die Schlange in den Schwanz beißt.

Orkan Xavier hat auch Wilhelmshall nicht verschont. Zwei Bäume sind an dem vorletzten Donnerstag komplett umgefallen. Eine 20m große Birke verschwand innerhalb von 2 Tagen von der Gemeindefläche und eine buschige Erle am Kaliplatz liegt immer noch in Richtung Hauptwiese ausgewurzelt. Auf Anfrage bei der Gemeindeverwaltung die Räumung in eigener Regie zu übernehmen, wurde Absage erteilt, mit der Begründung die Gemeinde sei dafür zuständig. Wird sie genauso gründlich wie die Einheimischen mit der Birke? Es kann auch so verstanden werden: die Einheimischen sind eben die Gemeinde und brauchen nicht zu fragen, wenn sie  hier "aufräumen" wollen...






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18.08.2017 - Blechbudenfest № XI oder jährlich grüßt das Murmeltier


Die Gastgeber des Blechbudenfestes sind scheinbar die einzig lebendige Kraft des Ortes und wissen genau, wie die Aufmerksamkeit der lokalen Öffentlichkeit zu lenken ist um sich zu profilieren. Sei es durch den offenen Hosenlatz oder Pseudoempörung über angeblich zerstörtes Blumenbeet, das in Wirklichkeit prächtiger als je zuvor gedeiht. Dabei stellt sich aber die Frage: Warum will die "Volksstimme" ihre Leser nicht über den katastrophalen Zustand der Verkehrssicherung und Vermüllung der offenstehenden Gebäuden in Wilhelmshall unterrichten? Weshalb ist dem Lolkalblatt die vorgespielte Aufregung über ein Blumenbeet wichtiger als das desaströse Aussehen des westlichen Eingangstors in den Huy? Wer führt noch hier die Feder? bestimmt nicht die Reporterin, sonst würde das Blatt "Reporterstimme" heißen;)


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19.07.2017 - Camouflage ist alles oder wie Scheitholz entsorgt wird.


In Wilhelmshall gibt es soviel billiges Holz vom Huy, dass es sogar mit Bauschutt-Containern weg geschafft werden muss...



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25.06.2017 - Attraktives Gewerbegrundstück in Aussicht oder Wilhelmshall im Wandel.

Der Bund beabsichtigt den Verkauf seines 2 Hektar großen Grundstücks samt Immobilien gelegen gegenüber der Saniwache. Gemeint ist das Grundstück, wo heute unter andrem das Gehege der Wildschweine steht. Der Abstoßsprozess beginnt demnächst mit umfangreicher Bodenanalyse im Rahmen von Altlastenerkundungen. Immerhin arbeiteten bis 1927 auf dem Gelände ca. 30 Jahre lang 3 Chemiefabriken: Kalimagnesia- und Sulfatfabrik, Chlorkaliumfabrik sowie Bromfabrik. Auch geschichtliche Einstufung der darauf stehenden Gebäuden unter Bezugnahme der Denkmalschutzgesetze ist unternommen worden.
Nach Abschluss der Bewertungsarbeiten, bekommt die Gemeinde Huy nach dem Prinzip der Erstzugriffsoption die Chance diese Liegenschaft verbilligt zu erwerben, bevor der Eingentümer ein Bieterverfahren eröffnet.


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15.06.2017 - Sicherung einer Sackgasse oder Schaffung eines neuen Grundstücks.

An der Sanitätswache befindet sich ein unverkäufliches Gartengrundstück, das mit den gleichen Altschulden belastet ist, wie die Sanitätswache selbst. Kürzlich wurde die Grundfläche durch 2 neue Grenzpunkte deutlich verkleinert, um angeblich anliegenden Weg breit genug zu erhalten. Der Weg fällt nicht unter Straßenverkehrsordnung, wird weder im Winter noch im Sommer gepflegt und ist nur vom Ex-Amtsleiter sporadisch mit Fahrzeugen benutzt. Diese Aktion hat den Steuerzahler ca. 1500 Euro gekostet, obwohl man die Breite durch Versetzung von zwei alten Pfosten auf der anderen Wegseite ebenso gut bewerkstelligen konnte. Gewonnen hat bei der Idee nur das Vermessungsbüro als Auftragnehmer der Gemeinde.




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09.05.2017 - Grünflächenpflege oder die Gier kennt keine Grenzen.


Die Zuständige Firma für die Grünflächenpflege hat heute zum ersten Mal in diesem Jahr den Einsatz in Wilhelmshall gehabt. Die Zentralwiese wurde schlampig nur zu 50% abgemäht. Der Rest der Wiese wuchert weiter vor sich hin und ist offenbar als Weidefläche für die zwei Pferdekotproduzenten im Ort bestimmt. Die gleiche öffentliche Wiese, auf der vor einem Jahr das Volleyballnetz eine Beeinträchtigung des Gemeindebesitzes darstellte, wird dieses Jahr das begehrte Düngerrohstoff liefern. Nichts für Ungut. Über 2 Hektar Auslaufweide der Gauleigner ist wohl zu wenig, deswegen muss auch die Gemeindewiese mit Elktorozaun dauerhaft in Beschlag genommen werden und das alles mit Verwaltungssegen.


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20.03.2017 -
Umgang mit Neubürgern oder die Gemeindeverwaltung und ihre Denunzianten.

Es scheint ein allgemeines Problem der Einheimischen im Umgang mit Neuzugängen zu sein. Neuzugang wird als Störung der Idylle empfunden und nicht als Bereicherung des Kaffs. Hier ein weiters Beispiel aus der Gegend:


Es wird hier nie ein funktionierendes Gastgewerbe entstehen, wenn man nicht lernt Neubürger nicht zu vergraulen. Die "Neuen" kommen heutzutage nicht von Nirgendwo her und deren Botschaft landet auch nicht Nirgendwo hin...


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17.03.2017 - Horst Brauno ist wieder wach oder Dauerverstoß gegen öffentliche Ordnung.



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19.02.2017 -
Rinnsteinepoche oder wie kann legal Wohnrecht entzogen werden.

Es gibt Grundstücke in Wilhemshall, die keine Fläche für den Bau einer individuellen vollbilogischen Kläranlage bieten. In solchen Fällen bleibt nur die Möglichkeit im Keller eines jeden solchen Hauses Vorklärung zu leisten und das übrige Klarwasser entweder in den Kreislauf des Hauses als Brauchwasser zu integrieren oder es versickern zu lassen. Dies ist aber nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt, jedoch nicht auf dem Grund und Boden der Gemeinde.

Ein durchschnittlicher Verbrauch pro Kopf in Deutschland beträgt ca. 130L pro Tag. Eine Vierköpfige Familie verbraucht demnach ca. 190.000L im Jahr, also ein einstöckiges Haus mit Grundfläche von 100m2 ersäuft regelrecht in seinem Abwasser nach 2 Jahren, wenn es nicht abgeführt wird.
Ein Gebäude ohne Abwasservorrichtung hat nach gültigem Baurecht keinen Wohnhausstatus mehr.

Eine denkbare und umweltfreundliche Lösung für Wilhemshall wäre Errichtung einer Pflanzenkläranlage
mit Abfluss in den Hohlebach auf der Wiese gegenüber der Sanitätswache, aber noch klüger wäre die vorhandene Kläranlage, die seit Jahren von zuständiger Körperschaft nicht gereinigt und gewartet wurde, wieder in Betrieb zu nehmen.


Aus der Not eine Tugend zu machen, wäre für die Zukunft der betroffen Gemeindebürger und der Gemeindeverwaltung wegweisend. Errichtung einer solchen Anlage würde keine 50.000 Euro in Anspruch nehmen. Finanziert könnte sie sein auch im Rahmen des Leader Programms Rund um den Huy, wie z. B. der Bau eines Radwanderweges von 2,8Km zwischen Anderbeck und Badersleben (Fördersumme: 323.593 €). Die Erhaltung des Wohnortes mit Erholungsqualität sollte zweifelsfrei wichtiger sein als Radwanderweg zwischen zwei Dörfern.




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16.02.2017 - Abwasserproblem oder willkommen in der Plumskloera

Abwasserdesaster in Wilhemshall wird jetzt offiziell. Landkreis Harz übernimmt die Rolle des Inquisitors und informiert die Grundeigentümer über die Notwendigkeit der  Eigeninitiative. Wer nicht ordnungswidrig handeln will, bekommt eine Frist zur Umsetzung auf 30.06.2018 gelegt. Eine gemeinsame Anwohnerlösung ist aufgrund der Zwiespältigkeit in der Nachbarschaft nicht zu erreichen, deswegen wird der Schwerpunkt auf individuelle Abwasserlösungen vorangetrieben. So die offizielle Stelle.


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20.01.2017 - Rund um den Huy oder Nichtbeachtung der Grundrechte


Seit einiger Zeit kursiert im Handel ein neuer Reiseführer "Rund um den Huy". Man sichtete das Büchlein sogar in Salzgitter auf einer Ausstellung zum Verkauf angeboten. Mit bedauern muss der Verfasser feststellen, dass die Information in der Ausgabe keine sind, auf die man sich verlassen kann. Der Reiseführer beinhaltet nur halbe Wahrheiten und oberflächliche Information. Als Beispiel ist nicht Erwähnung einer florierenden Imbis-Bude in Badersleben, der "Türkische-Riviera" . Dort verpflegt sich die halbe arbeitende Gemeinde Huy und von Jahr zu Jahr hat sie mehr Zulauf. Das sollten die Tagesausflügler nicht erfahren weil was? weil die Betreiber Ausländer sind? Dafür werden Gaststätten genannt, wo dem Gast nach spätestens zweitem Besuch geduzt wird, als ob er bereist Inventar wäre.
Die märchenhaften Regionalinfos könnte man vielleicht noch so hinnehmen, wenn man es nicht anders wüsste. Was aber absolutes "no go" ist, ist die Verletzung der Persönlichkeitsrechte in Form von Veröffentlichung von Bildnissen, ohne sich die Einwilligung der Betroffen zu sichern. Dies stellt eine Missachtung der Grundrechte und disqualifiziert den Reiseführer bereits im Kern.