2017

Abschied vom Verwaltungshaus

Wie lange braucht man um etwas zu erschaffen und wie lange um kaputt zu machen? Diese Frage ist rhetorisch, denn jeder kennt die Antwort... Wilhelmshall verabschiedet sich diese Woche von dem bautechnisch, kunstvoll errichteten Verwaltungshaus aus der Bergwerkszeit um 1890. Dieses Jugendstil-Gebäude war einer der letzten Zeugnisse des wilhelminischen Bauart vor Ort. Es erwies sich offenbar als nicht erhaltungswürdig und wird jetzt abgerissen... Ade Du Baukunstwerk!verwaltungshaus_adBanane: Kurz vor dem Abriss hat der Verfasser bei dem Bürgermeister und Mitglied des Fördervereins Zwischen Huy und Bruch e.V. schriftlich angefragt, ob er ihm auf eigene Kosten, erlauben würde, eine Infotafel auf davor vorhandener Werbefläche zum 90-ten Jahrestag der Zechenschliessung anzubringen. Die Anfrage, die der Bürgermeister freundlich begrüßt und ebenfalls schriftlich positiv entschieden hat, beinhaltete auch folgenden Entwurf:
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Entweder ist der Abriss ohne das Wissen des Bürgermeisters geschehen oder wurde der Verfasser von ihm zum Narren gehalten…

Marsianer in Huy oder Schlachtfest am Waldrand

Auch dieses Jahr fand die große Jagdstrecke und Wildfleichverteilung statt. Diesmal aber direkt am Rand von Wilhelmshall. Grüne Männchen mit Signalfarbenkennzeichnung feiern an der Blechbude ihre Abschussquote.marsianer

Absenkung des Niveaus oder wie viel passt noch rein?

Schacht I "Elisabeth" hat in den letzten 2 Jahren 12m nachgegeben. Um den Level auszugleichen wurden jetzt 350 Tonnen (ca. 235 cbm) Gleisschotter nachgekippt._wsb_293x221_nachfuelen_kies

Xavier gegen Gemeinde

Orkan Xavier hat auch Wilhelmshall nicht verschont. Zwei Bäume sind an dem vorletzten Donnerstag komplett umgefallen. Eine 20m große Birke verschwand innerhalb von 2 Tagen von der Gemeindefläche und eine buschige Erle am Kaliplatz liegt immer noch in Richtung Hauptwiese ausgewurzelt. Auf Anfrage bei der Gemeindeverwaltung die Räumung in eigener Regie zu übernehmen, wurde Absage erteilt, mit der Begründung die Gemeinde sei dafür zuständig… Es kann auch so verstanden werden: die Einheimischen sind eben die Gemeinde und brauchen nicht zu fragen, wenn sie  hier um das "Aufräumen" geht…baum_um

Blechbudenfest № XI oder jährlich grüßt das Murmeltier

Die Gastgeber des Blechbudenfestes sind scheinbar die einzig lebendige Kraft des Ortes und wissen genau, wie die Aufmerksamkeit der lokalen Öffentlichkeit zu lenken ist um sich zu profilieren. Sei es durch den offenen Hosenlatz oder Pseudoempörung über angeblich zerstörtes Blumenbeet, das in Wirklichkeit prächtiger als je zuvor gedeiht. Dabei stellt sich aber die Frage: Warum will die "Volksstimme" ihre Leser nicht über den katastrophalen Zustand der Verkehrssicherung und Vermüllung der offenstehenden Gebäuden in Wilhelmshall unterrichten? Weshalb ist dem Lolkalblatt die vorgespielte Aufregung über ein Blumenbeet wichtiger als das desaströse Aussehen des westlichen Eingangstors in den Huy? Wer führt noch hier die Feder? bestimmt nicht die Reporterin, sonst würde das Blatt "Reporterstimme" heißenWinking

Camouflage ist alles oder wie Scheitholz entsorgt wird

In Wilhelmshall gibt es soviel billiges Holz vom Huy, dass es sogar mit Bauschutt-Containern weg geschafft werden muss...holzschut

Attraktives Gewerbegrundstück in Aussicht oder Wilhelmshall im Wandel

Der Bund beabsichtigt den Verkauf seines 2 Hektar großen Grundstücks samt Immobilien gelegen gegenüber der Saniwache. Gemeint ist das Grundstück, wo heute unter andrem das Gehege der Wildschweine steht. Der Abstosssprozess beginnt demnächst mit umfangreicher Bodenanalyse im Rahmen von Altlastenerkundungen. Immerhin arbeiteten bis 1927 auf dem Gelände ca. 30 Jahre lang 3 Chemiefabriken: Kalimagnesia- und Sulfatfabrik, Chlorkaliumfabrik sowie Bromfabrik. Auch geschichtliche Einstufung der darauf stehenden Gebäuden unter Bezugnahme der Denkmalschutzgesetze ist unternommen worden. Nach Abschluss der Bewertungsarbeiten, bekommt die Gemeinde Huy nach dem Prinzip der Erstzugriffsoption die Chance diese Liegenschaft verbilligt zu erwerben, bevor der Eigentümer ein Bieterverfahren eröffnet.

Sicherung einer Sackgasse oder Schaffung eines neuen Grundstücks

An der Sanitätswache befindet sich ein unverkäufliches Gartengrundstück, das mit den gleichen Altschulden belastet ist, wie die Sanitätswache selbst. Kürzlich wurde die Grundfläche durch 2 neue Grenzpunkte deutlich verkleinert, um angeblich anliegenden Weg breit genug zu erhalten. Der Weg fällt nicht unter Straßenverkehrsordnung, wird weder im Winter noch im Sommer gepflegt und ist nur vom Ex-Amtsleiter sporadisch mit Fahrzeugen benutzt. Diese Aktion hat den Steuerzahler ca. 1500 Euro gekostet, obwohl man die Breite durch Versetzung von zwei alten Pfosten auf der anderen Wegseite ebenso gut bewerkstelligen konnte. Gewonnen hat bei der Idee nur das Vermessungsbüro als Auftragnehmer der Gemeinde.liegenschaftskarte2011_zmiana

Grünflächenpflege oder die Gier kennt keine Grenzen

Die Zuständige Firma für die Grünflächenpflege hat heute zum ersten Mal in diesem Jahr den Einsatz in Wilhelmshall gehabt. Die Zentralwiese wurde schlampig nur zu 50% abgemäht. Der Rest der Wiese wuchert weiter vor sich hin und ist offenbar als Weidefläche für die zwei Pferdekotproduzenten im Ort bestimmt. Die gleiche öffentliche Wiese, auf der vor einem Jahr das Volleyballnetz eine Beeinträchtigung des Gemeindebesitzes darstellte, wird dieses Jahr das begehrte Düngerrohstoff liefern. Nichts für Ungut. Über 2 Hektar Auslaufweide der Gauleigner ist wohl zu wenig, deswegen muss auch die Gemeindewiese mit Elektorozaun dauerhaft in Beschlag genommen werden und das alles mit Verwaltungssegen.

Horst Brauno ist wieder wach oder Dauerverstoß gegen öffentliche Ordnung


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Rinnsteinepoche oder wie kann legal Wohnrecht entzogen werden

Es gibt Grundstücke in Wilhelmshall, die keine Fläche für den Bau einer individuellen vollbilogischen Kläranlage bieten. In solchen Fällen bleibt nur die Möglichkeit im Keller eines jeden solchen Hauses Vorklärung zu leisten und das übrige Klarwasser entweder in den Kreislauf des Hauses als Brauchwasser zu integrieren oder es versickern zu lassen. Dies ist aber nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt, jedoch nicht auf dem Grund und Boden der Gemeinde.

Ein durchschnittlicher Verbrauch pro Kopf in Deutschland beträgt ca. 130L pro Tag. Eine Vierköpfige Familie verbraucht demnach ca. 190.000L im Jahr, also ein einstöckiges Haus mit Grundfläche von 100m2 ersäuft regelrecht in seinem Abwasser nach 2 Jahren, wenn es nicht abgeführt wird. Ein Gebäude ohne Abwasservorrichtung hat nach gültigem Baurecht keinen Wohnhausstatus mehr.

Eine denkbare und umweltfreundliche Lösung für Wilhelmshall wäre Errichtung einer Pflanzenkläranlage mit Abfluss in den Hohlebach auf der Wiese gegenüber der Sanitätswache, aber noch klüger wäre die vorhandene Kläranlage, die seit Jahren von zuständiger Körperschaft nicht gereinigt und gewartet wurde, wieder in Betrieb zu nehmen.


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(Quelle: www.klaeranlagen-vergleich.de)

Aus der Not eine Tugend zu machen, wäre für die Zukunft der betroffen Gemeindebürger und der Gemeindeverwaltung wegweisend. Errichtung einer solchen Anlage würde keine 50.000 Euro in Anspruch nehmen. Finanziert könnte sie sein auch im Rahmen des Leader Programms Rund um den Huy, wie z. B. der Bau eines Radwanderweges von 2,8Km zwischen Anderbeck und Badersleben (Fördersumme: 323.593 &euroWinking. Die Erhaltung des Wohnortes mit Erholungsqualität sollte zweifelsfrei wichtiger sein als Radwanderweg zwischen zwei Dörfern.

Rund um den Huy oder Nichtbeachtung der Grundrechte

Seit einiger Zeit kursiert im Handel ein neuer Reiseführer "Rund um den Huy". Man sichtete das Büchlein sogar in Salzgitter auf einer Ausstellung zum Verkauf angeboten. Mit bedauern muss der Verfasser feststellen, dass die Information in der Ausgabe keine sind, auf die man sich verlassen kann. Der Reiseführer beinhaltet nur halbe Wahrheiten und oberflächliche Information. Als Beispiel ist nicht Erwähnung einer florierenden Imbis-Bude in Badersleben, der "Türkische-Riviera" . Dort verpflegt sich die halbe arbeitende Gemeinde Huy und von Jahr zu Jahr hat sie mehr Zulauf. Das sollten die Tagesausflügler nicht erfahren weil was? weil die Betreiber Ausländer sind? Dafür werden Gaststätten genannt, wo dem Gast nach spätestens zweitem Besuch geduzt wird, als ob er bereist Inventar wäre. Die märchenhaften Regionalinfos könnte man vielleicht noch so hinnehmen, wenn man es nicht anders wüsste. Was aber absolutes "no go" ist, ist die Verletzung der Persönlichkeitsrechte in Form von Veröffentlichung von Bildnissen, ohne sich die Einwilligung der abgebildeten Betroffen zu sichern. Dies stellt eine Missachtung der Grundrechte und disqualifiziert den Reiseführer bereits im Kern.