Abwasser-Notstand in Wilhelmshall oder öffentlich aufgebauschte Eigenmisere.

Abwasser-Notstand in Wilhelmshall


Der Verfasser ist seit über 6 Jahren ein Grundstückseigentümer in Wilhelmshall und wurde von keiner offiziellen Seite über die in der Volksstimme beschriebene Abwasserproblematik in Kenntnis gesetzt bzw. über die wesentlichen Tatsachen informiert.

Aus empirischer Hinsicht bemerkend, stellt er fest, dass in der hier verbrachten Weile, zu keinem Zeitpunkt irgendwelche arbeiten am Abwassersystem unternommen wurden. Wäre auch denkbar, weil die industrielle Abwasseranlage, die auf dem höchsten Kaiser-Wilhelm-Standard errichtet wurde, wahrscheinlich nach 130 Jahren Nutzung nicht mal prüfbar ist. Die mannshohen, großstädtischen Abwasserkanäle in ca. 6m Tiefe, sowie die Ton und Gussrohre sind an vielen Stellen nicht mehr in Ordnung, so dass die Abwässer inkl. Regenwasser nie die ehemals funktionierende Klärlage erreichen. Bei geschätzten 200 m³ Haushaltsabwassermenge landet womöglich alles in der ehemaligen Schachtanlage. Größere Sickergrube kann man sich nicht vorstellen. Die erwähnten drei Anwohner mit "Lösungen in Eigenregie" liegen deutlich unterhalb der Kläranlage und haben niemals
den Anschluss in Anspruch genommen, also es bleiben nur noch 15 Personen mit Gesamtalter von knapp 900 Jahren über.

Die Anschaffung einer privaten Kleinkläranlage wird sich für manche Wilhelmshaller aus mehreren Punkten als problematisch erweisen. U. a. kaum ein betroffener Grundstückeigentümer hat den benötigten Platz für so eine moderne Kleinkläranlage und es wird bezweifelt, dass die Gemeinde Huy eigene Grundstücke oder technische Unterstützung zur Verfügung stellt. Eins ist aber sicher; die Verwaltung ist für Bürger da und sie muss ihren Pflichten nachkommen.