Sanitätswache 3 ist ein ca. 860qm großes dreigeschossiges Backsteingebäude, errichtet zu Pförtner -und Sanitätszwecken des Kalibergwerks. Während der DDR Zeit und 20 Jahre danach haben die hiesigen Bewohner das Gebäude als Viehstahl, Lager und Wäschetrockenraum vernutzt…
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Interessant ist, dass die Wohngebäuden von Wintershall AG an das Reichsfiskus (Heer) am 10 Januar 1938 lt. des Übernahmevertrages von 1940 veräußert werden konnten:



obwohl im § 1 Abs. 3 des gleichen Vertrages hieß:




Dies lässt vermuten, warum manche Grundstücke in Wilhelmshall Grundbuchschulden aufweisen und manche nicht. Die Wohngebäuden wurden schuldenfrei an das III Reich verkauft und das Werksgelände blieb verschuldet. Weil das Pförtnerhaus (Sanitätswache) nicht zu den Wohngebäuden gezählt hat, wurde es nicht verkauft, hat daher die Schuld. Sehr merkwürdig ist jedoch, das heute 1/3 des Hauses ein separates Flurstück darstellt und keine Grundlasten aufweist, dafür 2/3 trägt die volle Haftung.

Wurden die Grundstücke zu der DDR-Zeit nach Gutdünken zerteilt und die Schulden dort hin verschoben, wo sie momentan nicht wichtig waren?


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Nachtrag 2015

Im Juni hat die Gemeinde Huy endlich die Löschungsbewilligung von der londoner REA Treuhandgesellschaft bei Grundbuchamt vorgelegt. Jetzt beanstandet der Rechtspfleger des Amtsgerichts die Rechtmäßigkeit dieser Löschungsbewilligung mit der Begründung, es wären nicht eindeutige Nachweise vorgelegt, die die Treuhandgesellschaft dazu berechtigen, die Löschungsbewillingung auszustellen. Auch der Treuhandvertrag vom 1926 aus dem Bundesarchiv in Berlin geschlossen zwischen dem Schuldner (Deutschen Kalisyndikat GmbH) und dem Gläubiger REA  ist nicht ausreichend.


Nachtrag 2020

Nix rührt sich.